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Tipps für's Motivationsschreiben

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In Ihrem Motivationsschreiben dürfen Sie durchaus versuchen, den Personalentscheider mit Ihrer Arbeitserfahrung zu beeindrucken. Schließlich ist es auch das, wonach ein Personaler im Regelfall sucht. Er möchte von Ihnen etwas lesen, was er vorher noch nicht gelesen hat. Nur wenn er Sie interessant findet, wird er Sie zu einem Bewerbungsgespräch einladen. Hinzu kommt auch, dass interessante Themen aus dem  Motivationsschreiben zumeist die ersten Gesprächsgrundlage für das Bewerbungsgespräch bietet. Das Motivationsschreiben dient also als eine Art Werbebrief in eigener Sache.

In den meisten Fällen wird Ihre Motivationsschreiben nach Ihrem Lebenslauf gelesen, also macht es keinen Sinn die Informationen aus dem Lebenslauf zu wiederholen. Vielmehr gilt es eine Kombination aus bereits erwähnten mit zusätzlichen Informationen redaktionell aufzubereiten.

Form
Ähnlich wie beim Lebenslauf sollte das Motivationsschreiben nicht mehr als aus einer Seite bestehen. Benutzen Sie weißes Papier ohne jegliche Muster - Wasserzeichen sind erlaubt. Es sollte übersichtlich sein und das Datum sowie die Empfänger- und Absenderadresse beinhalten. Die Betreffzeile bietet sich an um ihr Anliegen in 3-6 Worten zu schildern, damit der Leser sich orientieren kann. Dabei sollten Sie jedoch ganze Sätze in der Betreffzeile vermeiden, sondern vielmehr Formulierungen wie "Bewerbung auf eine Praktikumsstelle im Betrieb" benutzen.  

Inhalt
Ein Personaler, der Ihr Motivationsschreiben liest, sucht Informationen zu folgenden Fragestellungen. Sie sollten Sie dringend beim Verfassen Ihres Schreibens beachten:


  • Warum wollen Sie bei dem Unternehmen arbeiten?
  • Was qualifiziert Sie für diese Stelle und warum bewerben Sie sich?
  • Warum sollte das Unternehmen ausgerechnet Sie einstellen, also inwiefern unterscheiden Sie sich von anderen Bewerbern?


Einleitung
Sie sollten Ihr Motivationsschreiben mi t einem höflichen, aber direkten "Sehr geehrte(r)" beginnen. Anschließend kommt wohl die größte Hürde eines jeden Motivationsschreibens: der erste Satz.  Vermeiden Sie Einstiegssätze wie "hiermit bewerbe ich mich" oder "gerne sende ich anbei meine Unterlagen". Der erste Satz muss so spannend und interessant sein, dass der Lesende Ihr Schreiben unter keinen Umständen wieder weg legen will, auch wenn er unzählige weitere Bewerbungen vor sich warten hat. Ob Sie dabei eine ansprechende Formulierung finden, warum das Unternehmen Sie fasziniert oder eine Aussage zu sich selbst treffen, ist Ihnen überlassen. Auch hier sollten Sie frei nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze" darauf achten, den Einleitungssatz nicht zu lang werden zu lassen.

Mittelteil
Hier sollten Sie sich an die Formel "Ich, Sie und Wir" halten. Zunächst sollten Sie Ihre Arbeitserfahrungen angeben, ohne jedoch Ihren Lebenslauf zu kopieren. Versuchen Sie andere Formulierungen zu finden und den Text anzureichern. Natürlich können Sie dabei auch ein Gewicht auf einzelne Stationen setzen, wenn Sie meinen, dass es für Ihre Bewerbung interessanter sein könnte. Falls Sie sich auf eine bestimmte Stellenanzeige bewerben, in denen explizit Fähigkeiten vorausgesetzt werden, sollten Sie hier erwähnen, warum, wann und wie Sie sich diese Kompetenzen angeeignet haben.


Im "Sie" Teil sollten Sie einige Fakten des Unternehmens  in Ihren eigenen Worten wiedergeben. Es sollte jedoch kein Unternehmenssteckbrief werden, sondern Sie sollten die Punkte hervorheben, die Sie am meisten interessieren und dieses auch deutlich erwähnen.


Nachdem Sie nun also sich selbst beschrieben haben und die Vorzüge des Unternehmens aus Ihrer Sichtweise dargestellt haben, sollten Sie nun über das "Wir" berichten. Hier sollten Sie darstellen, warum Sie für das Unternehmen die beste Alternative sind. Dabei können sie zum Beispiel noch einmal auf Ihre fachlichen Kompetenzen zurückgreifen oder von Ihrer hohen Motivation berichten.

Schluss
Im letzten Schritt Ihrer Motivationsschreibens sollten Sie darauf Aufmerksam machen, dass Sie gerne im Bewerbungsprozess den nächsten Schritt mitgehen würden. Dazu bieten sich eine Formulierung wie "Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen" an. Daraufhin beenden Sie das Motivationsschreiben mit der klassischen Grußformel "Mit freundlichen Grüßen" und weisen am Ende des Briefes auf Anlagen hin, ohne jedoch diese im Einzelnen zu benennen.

Checkliste Motivationsschreiben:


  • Sie haben keine Standard-Schreiben benutzt
  • Kurz und prägnante Sätze (maximal 8 bis 15 Worte pro Satz)
  • keine Rechtschreibfehler
  • von mindestens einer Person kontrolliert
  • weder kopf-noch fuß lästig
  • Sie haben sich in den Arbeitgeber versetzt
  • Sie haben die Regel "Sie, Ich und Wir" angewandt?
  • Sie haben Selbstbewusstsein aber kein Arroganz in Ihrem Lebenslauf gezeigt?
05.01.2012
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