Aggressionen und körperliche Grenzüberschreitungen gehören für viele Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen zum Berufsalltag. Wer in solchen Situationen professionell, umsichtig und handlungsfähig bleibt, verfügt über eine Kompetenz, die in diesem Berufsfeld zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Im Rahmen des hier ausgeschriebenen Praktikums erhalten Sie die Möglichkeit, an einer eintägigen Fortbildung zum Umgang mit physischen Aggressionen und Grenzüberschreitungen teilzunehmen und den Dozenten bei der praktischen Durchführung der Veranstaltung zu unterstützen.
Die Fortbildung richtet sich an Berufstätige, die im Arbeitsalltag mit potenziell körperlich übergriffigen Personen in Kontakt stehen. Sie vermittelt praxisnahe Strategien für Situationen, die zwischen verbaler Deeskalation und klassischer Selbstverteidigung liegen. Zu den Inhalten gehören unter anderem Distanzwahrung, schonende Abwehr ungewollter Berührungen, Deeskalation in Bewegung, Zivilcourage, Stressbewältigung in akuten Bedrohungslagen sowie rechtliche Fragen aktiver Gegenwehr.
Ziel der Fortbildung ist es, physische Übergriffe besser vorzubeugen, realistisch einzuschätzen und im Ernstfall verhältnismäßig sowie situationsgerecht zu handeln. Methodisch arbeitet das Seminar mit Kurzvorträgen, Diskussionen, Fallarbeit, Demonstrationen und Rollenspielen.
Der nächstmögliche Einsatz ist am Dienstag, den 14. April, in Berlin-Spandau, im Rahmen einer eintägigen Inhouse-Fortbildung für Beschäftigte, die in ihrem Berufsalltag mit Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen arbeiten. Weitere Termine sind der 1. September in Steglitz-Zehlendorf sowie der 4. November in Mitte.
Aufgaben
Sie begleiten den Dozenten in eine Einrichtung des Gesundheits- und Sozialwesens oder in ein Fortbildungsinstitut und nehmen an einer eintägigen Fortbildung teil. Während der Veranstaltung unterstützen Sie ihn bei praktischen Demonstrationen vor der Gruppe.
Dabei erhalten Sie live Instruktionen durch den Dozenten und wirken als Modellperson bei der Veranschaulichung einfacher körperlicher Strategien zum Umgang mit physischen Aggressionen und Grenzüberschreitungen mit. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, die Inhalte für die Teilnehmenden anschaulich und nachvollziehbar zu vermitteln.
Die gezeigten Strategien sind praxisnah, leicht erlernbar und erfordern keine besondere körperliche Fitness .
Anforderungen
Vorkenntnisse im Umgang mit Aggression und Gewalt sind nicht erforderlich. Wichtig sind vor allem Interesse am Thema sowie die Bereitschaft, sich auf kurze praktische Demonstrationen vor einer Gruppe einzulassen, die auch leichte Berührungen beinhalten können.
Darüber hinaus wünschen wir uns:
* Zuverlässigkeit
* eine gute Beobachtungsgabe
* ein freundliches und professionelles Auftreten
* gute Kommunikationsfähigkeit
* Teamfähigkeit
Das Praktikum richtet sich insbesondere an Auszubildende und Studierende, vorzugsweise aus Fachrichtungen, in deren künftigem Berufsalltag der Umgang mit Aggression, Grenzüberschreitungen oder Gewalt eine Rolle spielen kann, wie zum Beispiel: Pflegefachfrau/Pflegefachmann, Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/-pädagogin, Heilerziehungspfleger/in, Pflegeassistent/in, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in, Altenpflegehelfer/in, Erzieher/in in der Jugend- und Heimerziehung, Heimerzieher/in, sozialpädagogische/r Assistent/in, Kinderpfleger/in.
Benefits
Da Sie die Fortbildung von Anfang bis Ende begleiten, erwerben Sie dieselben inhaltlichen Kenntnisse wie die regulären Teilnehmenden .
Nach Abschluss der Fortbildung erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat, das die behandelten Inhalte dokumentiert und sich für spätere Bewerbungen verwenden lässt.
Wenn sich Ihre Mitwirkung auf mehrere Fortbildungstage erstreckt, kann zusätzlich ein Praktikumszeugnis ausgestellt werden.
Der zeitliche Aufwand ist überschaubar und umfasst neben dem Fortbildungstag selbst lediglich ein Vor- und ein Nachgespräch. Beide Gespräche können bei Bedarf auch per Zoom stattfinden.
Bei dem Praktikum handelt es sich um eine unvergütete Tätigkeit .
Kontakt
Sie haben Interesse?
Dann senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an:
Herrn Dipl.-Psych. Philip Dao
dao@tendo-institut.de
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Über das Unternehmen
Das Tendo Institut Berlin (TIB) entwickelt und vermittelt praxisorientierte Konzepte zum professionellen Umgang mit beruflichen Belastungen, psychischen Beanspruchungen sowie Aggressions- und Gewaltsituationen im Arbeitskontext. Grundlage unserer Arbeit sind psychologische Fachkenntnis, langjährige Beratungserfahrung und eine konsequente Ausrichtung auf die Anforderungen der Praxis. Seit 2007 unterstützen wir Unternehmen, Verwaltungen und andere Institutionen mit Schulungen, Coachings und Beratungsangeboten. Unser Ziel ist es, Beschäftigte und Führungskräfte in ihrer Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Belastungsstabilität zu stärken.
Geeignet für geflüchtete Menschen
Refugees with German language skills at level B2 or above are warmly invited to apply.
Dieser Arbeitgeber freut sich über Bewerbungen von geflüchteten Menschen.
Standort
Tendo Institut Berlin (TIB) – Dao und Wittke Diplom-Psychologen Partnerschaft, Berlin, Deutschland