Die Studie basiert auf drei Onlinebefragungen. In einer repräsentativen Befragung mit Zufallsstichprobe wurden 4.000 Erlangerinnen und Erlanger angeschrieben (wann?). Insgesamt nahmen 1.437 Personen teil, was einer Rücklaufquote von 36,8 Prozent entspricht. Ergänzend wurde von November 2025 bis Januar 2026 eine offene Onlinebefragung durchgeführt, an der sich 2.986 Personen beteiligten, darunter 1.812 aus Erlangen. Zusätzlich wurden im Februar bis März 2026 insgesamt 101 innenstädtische Gewerbebetriebe online befragt.
Erreichbarkeit der Innenstadt zu Fuß und mit Fahrrad positiv
Bei der Frage nach Verbesserungswünschen für die Mobilität in Erlangen nennen die Befragten vor allem günstigere Preise für den öffentlichen Nahverkehr, den weiteren Ausbau des Radwegenetzes und das Schließen bestehender Lücken sowie sichere, vom Autoverkehr getrennte Fahrradwege. Der Wunsch nach zusätzlichen Parkplätzen spielt hingegen eine deutlich geringere Rolle.
Einkaufen und Verweilen je Alter unterschiedlich bewertet
Leerstände nutzen
Unterschiedliche Perspektiven zeigen sich bei der Frage nach einer gewünschten Nutzung von Leerständen in der Innenstadt. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich hier vor allem eine Umwandlung in Wohnraum, Begegnungsorte ohne Konsumzwang oder kostenlose Bewegungsangebote sowie Bildungsangebote wie Kurse oder Workshops. Gewerbetreibende sprechen sich hingegen häufiger für eine Nutzung durch Einzelhandel oder Gastronomie aus, teilweise auch in Form von Pop-up-Stores oder kulturellen Angeboten.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse: Die Erlanger Innenstadt wird intensiv genutzt. Für viele Menschen ist sie ein wichtiger Ort zum Einkaufen und zum Aufenthalt. Gleichzeitig wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger mehr Aufenthaltsqualität, zusätzliche Begegnungsorte und einen vielfältigen Nutzungsmix.
Die Studie liefert wichtige Hinweise für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt. Dazu gehört eine Mobilität, die Fahrrad, Fußverkehr und den stärkt. Gleichzeitig soll die Innenstadt auch für Menschen gut erreichbar bleiben, die auf das Auto angewiesen sind. Wichtig ist außerdem, den lokalen Handel weiterhin eng einzubinden.