Das Friedrich-Loeffler-Institut gehört zu den weltweit führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Tierseuchen, des Tierschutzes, der Tierhaltung, der Tierernährung und der Nutztiergenetik. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und unterrichtet und berät die Bundesregierung auf diesen Gebieten.
Für das Institut für Epidemiologie ist am Hauptsitz Greifswald – Insel Riems zum nächstmöglichen Termin die Stelle
einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (PostDoc) (w/m/d)
in Vollzeit zu besetzen. Die Beschäftigung erfolgt vorbehaltlich der angekündigten Bewilligung durch die EU (Horizon Europe) befristet bis zum 31. Dezember 2028 im Rahmen des Projektes: „Advanced tools for DIVA, Environmental surveillance, and Pathogen Tracking across species“ (ADEPT).
Aufgaben:
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber übernimmt die wissenschaftliche Bearbeitung des Projektes. Schwerpunkte dabei sind:
1. Entwicklung von Peptidbibliotheken für Wiederkäuer-infizierende Viren und Culicoides-übertragende Viren, mit Schwerpunkt auf BTV-Serologie, unter Verwendung einer Protein Language Model (PLM) Pipeline
2. Entwicklung und Optimierung von serologischen multiplex Assays zur Charakterisierung von Immunantworten bei mit BTV-infizierten und geimpften Rindern und Schafen
3. Anwendung dieser Assays in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern zur Planung und Auswertung epidemiologischer Studien zu Immunantworten bei BTV-Infektionen und Impfungen, mit Fokus auf die Entwicklung von DIVA-Strategien
Anforderungen:
4. Abgeschlossenes Hochschulstudium in den Lebenswissenschaften (z.B. Veterinärmedizin, Biologie, Bioinformatik oder verwandte Fachrichtungen)
5. Promotion in Immunologie, Epidemiologie, Virologie oder einer verwandten Fachrichtung
6. Erfahrungen in serologischen und immunologischen Labortechniken
7. Kenntnisse von bioinformatischen Workflows und mindestens einer relevanten Programmiersprache zur Analyse von NGS- und/oder Proteinsequenzdaten
8. Sehr gute Englischkenntnisse
Von Vorteil sind:
9. Erfahrungen in der Mitarbeit an epidemiologischen oder feldbasierten Studien, insbesondere zu Nutztieren oder veterinärmedizinisch relevanten Viren
10. Kenntnisse in der Entwicklung von Peptidbibliotheken, der Analyse von Proteinsequenzen oder im Umgang mit fortgeschrittenen Bioinformatik-Tools
11. Kenntnisse zu Immunprozessen auf Populationsebene, insbesondere der B-Zell-Immunität serologischer Immunantworten auf Infektionen und Impfungen
12. Erfahrung in der Anleitung, Betreuung oder dem Mentoring von Studierenden oder NachwuchswissenschaftlerInnen (z. B. auf Master- oder Graduiertenniveau)
Motivation, sowohl eine selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise als auch eine gute Arbeitsorganisation sowie ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten und Teamfähigkeit werden vorausgesetzt.
Die Tätigkeit beinhaltet den Einsatz im Sicherheitsbereich, was eine Sicherheitsüberprüfung gem. Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) und besondere Schutzvorkehrungen vor Gesundheitsgefahren erfordert. Die persönliche und gesundheitliche Eignung ist daher Voraussetzung für die Stellenbesetzung.
Neben einer interessanten und abwechslungsreichen wissenschaftlichen Tätigkeit in einem hochmotivierten internationalen Umfeld bieten wir Ihnen eine Beschäftigung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Die Eingruppierung erfolgt je nach Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 14 TVöD, Tarifgebiet – Ost.
Unser Institut engagiert sich für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld durch flexible Arbeitszeiten sowie die grundsätzliche Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung. Zu unseren Sozialleistungen gehören ein betriebliches Gesundheits- und Wiedereingliederungsmanagement, eine betriebliche Sozialberatung, betriebliche Altersvorsorge sowie vermögenswirksame Leistungen. Alle unsere Standorte sind an den ÖPNV angebunden.
Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das Friedrich-Loeffler-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderungen sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt.