„Wer derselbe bleiben will, muss sich verändern“ Das liest sich jetzt bestimmt paradox, aber schaut man aus einem anderen Blickwinkel, ergibt sich eine andere Perspektive. Die Landschaft der Sozialen Arbeit hat sich gewandelt. Und darin liegt der Ursprung von Arbitria.
Wir waren 7 Gründungsmitglieder mit unterschiedlichen Professionen (Betriebswirtin, Soz.-Päds, Fam.-Therapeuten, Erzieher, IT-ler) und hatten 2016 ein Ziel:
„Eine zeitgemäße systemische Soziale Arbeit, in der alle Elemente effektiv aufeinander abgestimmt sind“ und daraus ergibt sich unser Leitbild und alle Angebote.
In den letzten 7 Jahren haben wir uns zu einem mittelständischen Träger mit 40 Mitarbeitern entwickelt und konnten uns weiter professionalisieren.
Arbitrias Leitbild
Menschen in Krisensituationen erfahren sich in der Regel als defizitär und im sozialen Sinne als ungenügend. Insbesondere Kinder und Jugendliche finden in solchen Phasen nicht ohne Hilfe Zugang zu sich und ihren Ressourcen. Als Symptomträger stehen sie häufig stellvertretend für Konflikte und nicht verarbeitete Themen des gesamten Familiensystems.
Unser Handlungsansatz basiert auf dem Beziehungsaufbau zum Klienten und seinem familiären Umfeld sowie dem ganzheitlichen Blick auf das Kind/den Jugendlichen und sein Familiensystem. Der Fokus liegt dabei auf den individuellen Ressourcen, den Energieträgern für die notwendige Selbstreflexion.
Die Fähigkeiten des Kindes oder Jugendlichen und seiner Familie rücken in den Mittelpunkt und nicht die sogenannten Defizite.
Für einen außergewöhnlich originellen, liebevollen und traumatisierten 8-jährigen Jungen suchen wir eine Lerntherapeut:in oder Lehrkraft, die bereit ist, Lernen neu zu denken – und Verantwortung wirklich zu übernehmen.
Der Junge lebt aktuell in einer unserer Wohngruppen. Die Größe der Gruppe, schulische Erfahrungen, zahlreiche bereits erlebte Beziehungsabbrüche sowie wiederholte Übergänge haben seine Biografie geprägt. Diese Erfahrungen sind kein Defizit, sondern der Kontext seiner klaren, herausfordernden und sehr ehrlichen Beziehungsangebote.
Der Schulalltag ist für ihn derzeit nicht leistbar. Klassenzimmer, Geräuschpegel, Gruppendynamiken und Erwartungsdruck führen nicht zu Lernen – sondern zu Überforderung. Gleichzeitig ist er emotional voll präsent, zeigt die gesamte Bandbreite von Gefühlen und bleibt auf der Beziehungsebene ansprechbar.
Ein weiterer Einrichtungswechsel kommt für uns nicht infrage. Wir sind überzeugt: Es muss – und es kann – anders gehen. xniyctf Dazu gehört auch, Schule zunächst anders zu organisieren: kleinteilig, beziehungsgetragen, alltagsnah und mit dem Blick darauf, dem Jungen wieder eine Perspektive zu eröffnen.
Scrollen Sie nach unten, um einen ausführlichen Überblick über diese Stelle zu erhalten und darüber, was von den Bewerbern erwartet wird Bewerben Sie sich, indem Sie auf die Schaltfläche Bewerben klicken.
* Hausbeschulung am Vormittag: Aufbau einer tragfähigen Lernbeziehung und eines individuell passenden Lernsettings
* Entwicklung von Lernangeboten, die Stabilität, Sicherheit und Selbstwirksamkeit ermöglichen
* Diagnostische Einschätzung von Lernvoraussetzungen und Lernhindernissen (informell/alltagsnah)
* Gestaltung eines klaren, verlässlichen Rahmens – mit Flexibilität dort, wo sie sinnvoll ist
* Enge Zusammenarbeit mit dem Team der Wohngruppe, dem Fachdienst und den eingesetzten Fachkräften
* Perspektivarbeit: Schrittweise Vorbereitung und Begleitung möglicher (Re-)Integration in schulische Strukturen – in seinem Tempo
* Perspektivischer Aufbau eines lerntherapeutischen Bereichs im Träger (Konzeptidee, Struktur, Schnittstellen, Entwicklung)
* Lehramtsabschluss, (Heil-/Sonder-)Pädagogik, Lerntherapie oder eine vergleichbare Qualifikation
* Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern oder die Bereitschaft, sich fachlich fundiert darauf einzulassen
* Eine klare innere Haltung, Geduld und echte Beziehungsbereitschaft
* Die Fähigkeit, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern verstehen zu wollen
* Mut, Lernwege jenseits einfacher Lösungen zu gestalten – und Umwege als professionellen Weg zu begreifen
* Bereitschaft zur Selbstreflexion sowie zur Annahme von fachlicher Begleitung
* Ein fachlich getragenes, systemisches Konzept und eine klare Haltung: Beziehung vor Maßnahme
* Ein engagiertes Team mit Rückhalt, Verlässlichkeit und echter Zusammenarbeit
* Regelmäßige fachliche Begleitung, Supervision und Austausch
* Die Möglichkeit, einem Kind langfristige Stabilität und Bildungsperspektive zu ermöglichen
* Einen Arbeitsplatz, an dem nicht „passt schon“ zählt, sondern passend gemacht wird
* Perspektivische Gestaltungsmöglichkeiten beim Aufbau eines lerntherapeutischen Bereichs im Träger
* Vergütung leistungsgerecht in Anlehnung an den Tarifvertrag der Paritätischen Tarifgemeinschaft