Im Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt, frühestens jedoch zum 1. März 2027, die
W3-Professur für Agrarbioinformatik
unter Beachtung des § 67 Abs. 7 Hessisches Hochschulgesetz (HessHG) zu besetzen; es gelten die Einstellungsvoraussetzungen nach § 68 HessHG.
Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) baut im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ihre wissenschaftliche Expertise in den Bereichen Data Science und Angewandte Informatik weiter aus. Die neu zu besetzende Professur soll in diesem Zusammenhang den gesamtuniversitären Potentialbereich „Agrarsysteme und Ressourcen“ verstärken und sich in interdisziplinären Kooperationen, u. a. im Zentrum für Angewandte Informatik und Data Science (ZAD) der JLU, engagieren.
Aufgaben:
Sie haben die Aufgabe, Lehrveranstaltungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen des Fachbereichs durchzuführen, an denen zum Teil auch Studierende anderer Fachbereiche bzw. anderer Studiengänge teilnehmen. Ihre aktive Mitarbeit in der Leitung des neuen englischsprachigen Masterstudiengangs „Agrobioinformatics“ ist erwünscht.
In der Forschung soll der Schwerpunkt der Professur auf übergeordneten methodischen Fragestellungen zur Erfassung von Agrarbiodiversität (z. B. Genomassemblierung oder Pangenom-Analyse) sowie in der Identifizierung von merkmalsrelevanten Datenmustern im Zusammenhang mit der Genomfunktion (z. B. Genomstruktur und Genregulation bei wichtigen Nutzpflanzen- bzw. Nutztierarten) liegen.
Die Pflege internationaler Beziehungen und die Bereitschaft zum Engagement in der weiteren internationalen Vernetzung des Fachbereichs und der JLU wird erwartet.
Sie bringen sich zudem aktiv in interdisziplinär ausgerichtete Forschungsprojekte des Fachbereichs und der JLU (z. B. in fachbereichsübergreifenden Zentren) ein. Dabei beteiligen Sie sich insbesondere an der Durchführung von Forschungsvorhaben innerhalb des Potentialbereichs „Agrarsysteme und Ressourcen“. Eine aktive Mitarbeit im internationalen Graduiertenkolleg IRTG 2843 „Accelerating Crop Genetic Gain“ und in anderen Verbundforschungsvorhaben mit internen und externen Partnerinnen und Partnern (m/w/d) ist ausdrücklich erwünscht.
Voraussetzungen:
Gesucht wird eine international sichtbare Persönlichkeit, die sich intensiv mit Fragestellungen im Bereich der Agrarbioinformatik auseinandersetzt.
Die Fähigkeit, in englischer Sprache zu unterrichten, wird vorausgesetzt.
Ebenso werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium, eine herausragende Promotion in einem einschlägigen Themenfeld sowie zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (nachgewiesen z. B. durch eine Habilitation oder in Form international sichtbarer, fachspezifischer Publikationen) auf dem Gebiet der Bioinformatik oder in einer vergleichbaren Disziplin vorausgesetzt.
Neben einer international sichtbaren Grundlagenforschung in der Agrarbioinformatik sind praxisbezogene Kooperationen mit benachbarten Disziplinen, wie z. B. der Pflanzenzüchtung bzw. der Nutzpflanzendiversität, erwünscht.
Erfolge in der eigenständigen Einwerbung (und Leitung) von Drittmittelprojekten (vorzugsweise DFG, BMFTR, EU) sowie pädagogische Eignung werden vorausgesetzt.
Bei Überschreitung der grundsätzlichen Altersgrenze von 50 Jahren setzt die Begründung eines Beamtenverhältnisses gem. § 66 Abs. 3 Satz 2 und 3 HessHG i. V. m. § 11 Hessische Laufbahnverordnung (HLVO) ein besonderes dienstliches Interesse voraus.
Die JLU begrüßt qualifizierte Bewerbungen unabhängig von biologischem und sozialem Geschlecht (m/w/d), Behinderung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.