Die Fakultät für Naturwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und das Leibniz-Institut für Neurobiologie schreiben folgende Stelle aus, die im Rahmen eines gemeinsamen Berufungsverfahrens nach dem Jülich-Modell besetzt werden soll:
W3-Professur für „Integrative Neurobiologie” (m/w/d)
mit gleichzeitiger Berufung zur
Leitung einer Forschungsgruppe „Integrative Neurobiologie” am Leibniz-Institut für Neurobiologie.
Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und ein international renommiertes Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung. Neurobiolog:innen, Mediziner:innen, Psycholog:innen, Biochemiker:innen und Physiker:innen arbeiten in interdisziplinären Gruppen daran, die neuronalen Mechanismen von Lern- und Gedächtnisprozessen über alle Organisationsebenen hinweg zu entschlüsseln – von molekularen und zellulären Prozessen über neuronale Netzwerke bis hin zu komplexen Wahrnehmungs-, Handlungs- und Gedächtnismustern bei Menschen und Tieren. Gemäß dem Leibniz-Motto „Theoria cum Praxi” widmet sich das LIN der Grundlagenforschung zum gesunden Gehirn sowie dem kausalen Verständnis seiner Erkrankungen.
Zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und dem Center for Behavioral Brain Sciences bildet das LIN eine zentrale Säule der neurowissenschaftlichen Forschung in Magdeburg. Die OVGU ist international für ihre Exzellenz in den Neurowissenschaften anerkannt und pflegt eine langjährige, enge Zusammenarbeit mit dem LIN.
Wir laden Sie ein, sich für eine unbefristete W3-Professur mit Schwerpunkt auf computergestützten und/oder experimentellen Ansätzen in den Neurowissenschaften zu bewerben. Die Professur wird gemeinsam mit der Fakultät für Naturwissenschaften der OVGU besetzt und umfasst eine Lehrverpflichtung von zwei Semesterwochenstunden in den englischsprachigen Studiengängen MSc Integrative Neuroscience und BSc Biomedical Sciences.
Der/die erfolgreiche Bewerber:in wird am LIN eine neue Forschungsgruppe aufbauen und leiten, die sich auf experimentelle und/oder computergestützte Neurowissenschaften oder Neuroengineering konzentriert. Es wird erwartet, dass sich die Gruppe durch enge Zusammenarbeit mit Forschenden am LIN, an der OVGU sowie an weiteren lokalen Einrichtungen aktiv in die wissenschaftliche Landschaft Magdeburgs integriert. Die Professur wird dem Institut für Biologie der OVGU angegliedert sein, dessen Schwerpunkte in den Bereichen molekulare Neurobiologie, System- und Regulationsbiologie, Lernen und Gedächtnis, Sozial- und Fortpflanzungsverhalten, sensorische und kognitive Neurowissenschaften sowie Neuroprothetik liegen.
Wir suchen herausragende Kandidat:innen mit Erfahrung in der Leitung internationaler Forschungsteams und einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei der Einwerbung von Drittmitteln. Bewerber:innen sollten sich durch exzellente internationale Publikationen, erfolgreiche Transferaktivitäten und ein klares wissenschaftliches Profil auszeichnen. Erfahrung in der Betreuung von Doktorand:innen sowie in der Unterstützung der Karriereentwicklung von Postdoktorand:innen wird vorausgesetzt. Ein starkes Engagement für die Vermittlung von Forschungsergebnissen an eine breite Öffentlichkeit ist sehr wünschenswert.
Die erfolgreiche Kandidatin bzw. der erfolgreiche Kandidat wird aktiv zu den interdisziplinären Forschungsprogrammen „Wahrnehmung, Gedächtnis und Handlung“ von LIN beitragen. Erwartet wird die Entwicklung innovative Strategien, die das Verständnis der Funktion neuronaler Schaltkreise und Netzwerke voranbringen. Die Forschung sollte wegweisende Methoden und Konzepte hervorbringen, die neue Erkenntnisse aus den umfangreichen, multidimensionalen und artenübergreifenden experimentellen Datensätzen ermöglichen, die am Institut und im weiteren Forschungsfeld generiert werden. Der Forschungsansatz sollte zu neuen experimentellen Studien inspirieren und initiieren, die – geleitet von theoretischen Erkenntnissen – dazu beitragen, grundlegende Mechanismen des Lernens, der Gedächtnisbildung, der Wahrnehmung und des Verhaltens aufzudecken.
Forschende mit nachgewiesener Erfahrung im Bereich Neuroengineering und verwandten Feldern – darunter neuroinspirierte Hardware, Gehirn-Maschine-Schnittstellen sowie die Entwicklung von Systemen für neuronale Prothesen oder Interventionen bei neurologischen oder neuropsychiatrischen Störungen – werden ausdrücklich zur Bewerbung ermutigt.
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