Das Forschungsprofil der Professur soll insbesondere die Analyse, Entwicklung, Implementierung und Optimierung von regionalen primärärztlich basierten sektorenverbindenden Gesundheitsversorgungsmodellen fokussieren. Dabei sind folgende Schwerpunkte von besonderer Relevanz:
1. Gestaltung der digitalen Transformation, in den Bereichen Telemedizin und Telecare oder „digital health records“,
2. Entwicklung von interprofessionellen Präventions- und Gesundheitsförderungsprogrammen im Kontext regionaler Versorgungsmodelle,
3. Analyse der ökonomischen Aspekte sektorenübergreifender und interprofessioneller Gesundheitsversorgung, einschließlich Kosten-Nutzen-Analysen und Bewertung von Anreizsystemen,
4. Bewertung und Weiterentwicklung von organisatorischen Strukturen und Governance-Modellen, welche die Allokation von Ressourcen, die Zugänglichkeit und die Problematik gesundheitlicher Ungleichheit berücksichtigen.
Eine umfassende Expertise in den für die Forschungsfragen adäquaten Methoden, mit besonderer Bedeutung quantitativer Verfahren, sowie Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln werden erwartet.
In der Lehre soll die:der zukünftige Stelleninhaber:in vor allem praxisrelevante Aspekte der Gesundheitssystemkunde und Qualitätsförderung im Medizinstudiengang, im Bachelorstudiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ und im Masterstudiengang „Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen“ vermitteln.
Die Ausschreibung richtet sich bevorzugt an Fachärzt:innen für Allgemeinmedizin mit praktischer Erfahrung. Wir begrüßen auch Bewerbungen von Ärzt:innen anderer primärversorgender Gebiete, Gesundheitsökonom:innen, Wissenschaftler:innen im Bereich Public Health, Versorgungsforschung und anderer verwandter, auch sozialwissenschaftlicher Disziplinen.