Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stephan Sigrist am Institut für Biologie der Freie Universität Berlin untersucht die molekularen Grundlagen synaptischer Übertragung und Plastizität mit einem besonderen Fokus auf präsynaptische Mechanismen. Ein zentrales Interesse der Gruppe gilt der Frage, wie synaptische Diversität entsteht – also wie Synapsen mit vergleichbarer Grundarchitektur sehr unterschiedliche Übertragungseigenschaften, zeitliche Dynamiken und Plastizitätsprofile ausbilden.
Die Forschung der Arbeitsgruppe versteht präsynaptische Plastizität nicht als singulären Prozess, sondern als Abfolge distinkter funktioneller Zustände, die von schneller Modulation der Neurotransmitterfreisetzung bis hin zu stabilen strukturellen Anpassungen der aktiven Zone reichen. Dabei wird untersucht, wie die molekulare Organisation aktiver Zonen, einschließlich Isoformnutzung und nanoskaliger Anordnung präsynaptischer Proteine, funktionelle Parameter der Freisetzung bestimmt.
Ein wichtiger Ansatz ist die Verknüpfung molekularer und genetischer Manipulationen mit quantitativer Analyse synaptischer Funktion, insbesondere in enger Zusammenarbeit mit elektrophysiologisch ausgewiesenen Partner*innen. Im Rahmen des NeuroCure Excellence Cluster ist die Arbeitsgruppe Sigrist eng mit der Arbeitsgruppe Rosenmund vernetzt, wodurch ein ideales Umfeld für die Integration hochauflösender Elektrophysiologie mit molekularen Konzepten der synaptischen Organisation entsteht.
Wir bieten
• Ein exzellentes Forschungsumfeld im NeuroCure Excellence Cluster
• Zugang zu modernster Infrastruktur für Elektrophysiologie und ergänzende Methoden
• enge wissenschaftliche Betreuung in einem international vernetzten Kooperationsprojekt
• Vergütung nach TV-L E13
Aufgabengebiet:
• Durchführung und Auswertung elektrophysiologischer Experimente (insbesondere Patch Clamp-Ableitungen) an neuronalen Präparationen
• funktionelle Analyse präsynaptischer Mechanismen der Neurotransmitterfreisetzung und synaptischen Plastizität
• enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen im NeuroCure-Verbund
• Verknüpfung elektrophysiologischer Daten mit molekularen und genetischen Ansätzen
• Publikation der Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften
Einstellungsvoraussetzungen:
• Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) sowie abgeschlossene Promotion in den Neurowissenschaften oder einem verwandten Fachgebiet
Erwünscht:
• Sehr fundierte Erfahrung in der Elektrophysiologie, idealerweise mit ausgeprägtem Hintergrund in der synaptischen Elektrophysiologie an Säugetierneuronen
• eigenständige experimentelle Arbeitsweise und hohe analytische Kompetenz
• Interesse an mechanistischen Fragestellungen der synaptischen Funktion
• sehr gute Englischkenntnisse