Das Friedrich-Loeffler-Institut gehört zu den weltweit führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Tierseuchen, des Tierschutzes, der Tierhaltung, der Tierernährung und der Nutztiergenetik. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und unterrichtet und berät die Bundesregierung auf diesen Gebieten.
Am Hauptstandort Insel Riems, im Institut für Infektionsmedizin (IMED) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (PostDoc) (w/m/d)
befristet für 48 Monate, in Vollzeit (z.Zt. 39 Stunden/Woche).
Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber soll sich in der wissenschaftlichen Koordination eines interdisziplinären Forschungsnetzwerks im Rahmen des Food Systems Research Hub Nutztierhaltung und der Forschung zu Pathogen-Vektor-Interaktionen in Stechmücken weiterqualifizieren.
Food Systems Research Hubs (FSRH) sind langfristige Zusammenschlüsse von Partnereinrichtungen, die den Agrar- und Ernährungswandel durch interdisziplinäre Forschung, Vernetzung und Datensynthese vorantreiben. Das Friedrich-Loeffler-Institut ist vorgesehen als eines der beiden geschäftsführenden Institute des FSRH „Nutztierhaltung als integraler Bestandteil des One Health-Konzepts und resilienter Agrar- und Ernährungssysteme“.
Das IMED beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit blutsaugenden Arthropoden als potentielle Überträger von Tierseuchen- und Zoonoseerregern und berät dahingehend nationale sowie internationale Behörden und Verbände hinsichtlich der Risikobewertung der in Deutschland vorkommenden endemischen bzw. invasiven Arthropoden als potentielle Vektoren.
Aufgaben:
Neben der Durchführung und Entwicklung von Forschungsprojekten zu Pathogen-Vektor-Interaktionen mit Schwerpunkt West-Nil-Virus in Stechmücken, welche die
1. Planung, Durchführung und Auswertung von Infektionsexperimenten in Insektenzellkulturen und Stechmücken unter BSL3-Bedingungen
2. Experimentelle Untersuchungen zu Virusreplikation und -charakterisierung
3. Analyse von Transkriptomdaten und Daten zum Methylierungsstatus von Insektenzellen und spezifischen Insektengeweben einschließt,
umfasst ein wesentlicher Anteil auch die Unterstützung bei der wissenschaftlichen und organisatorischen Koordination des sich im Aufbau befindlichen FSRH-Nutztierhaltung, welche u.a. die Kommunikation mit Partnerinstitutionen und Ministerium sowie die Organisation von Workshops und Meetings beinhaltet.
Die wissenschaftliche Ausrichtung der Stelle schließt auch das Erstellen von Präsentationsmaterial und Berichten sowie das Finalisieren der Ergebnisdokumentation bis hin zur Publikation mit ein.
Anforderungen:
4. ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Veterinärmedizin, Ernährungs-, Lebenswissenschaften oder einer vergleichbaren naturwissenschaftlichen Disziplin
5. eine erfolgreich abgeschlossene Promotion im vorgenannten oder verwandten Bereich
6. Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse
von Vorteil sind:
7. Erfahrung in der Projektkoordination von wissenschaftlichen Forschungsprojekten sowie in wissenschaftlichen Publikationsprozessen
8. Erfahrung im Arbeiten mit infektiösen Erregern unter BSL3-Bedingungen
9. Erfahrung mit Infektionsexperimenten in Arthropoden
10. Erfahrung in der Analyse von OMICs-Daten
Hohe Motivation, Teamfähigkeit, ein sehr gute Arbeitsorganisation und ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten werden vorausgesetzt.
Die Tätigkeit beinhaltet den Einsatz im Sicherheitsbereich, was eine Sicherheitsüberprüfung gem. Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) und besondere Schutzvorkehrungen vor Gesundheitsgefahren erfordert. Die persönliche und gesundheitliche Eignung ist daher Voraussetzung für die Stellenbesetzung.
Neben einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen wissenschaftlichen Tätigkeit in einem interdisziplinären Umfeld bieten wir Ihnen:
eine Beschäftigung und Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, je nach Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 14 TVöD-Bund, Tarifgebiet Ost
11. eine für 4 Jahre befristete Beschäftigung in Vollzeit (derzeit 39 Stunden/Woche)
12. eine Jahressonderzahlung sowie vermögenswirksame Leistungen
13. eine ausgezeichnete Forschungsinfrastruktur und eine professionelle Supervision
14. die Mitarbeit in einem hochmotivierten Team
Unser Institut engagiert sich für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld durch flexible Arbeitszeiten ohne Kernarbeitszeiten. Zu unseren Sozialleistungen gehören ein betriebliches Gesundheits- und Wiedereingliederungsmanagement, eine betriebliche Sozialberatung sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Alle Standorte sind an den ÖPNV angebunden.
Das Friedrich-Loeffler-Institut ist bestrebt, den Anteil der Frauen zu erhöhen. Frauen werden daher besonders aufgefordert, sich zu bewerben.
Wir leben ein diverses und weltoffenes Miteinander. Das Friedrich-Loeffler-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderungen sind daher ausdrücklich erwünscht. Diese werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt.