Die Kreislaufwirtschaft gewinnt in der industriellen Fertigung zunehmend an Bedeutung, da Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihre Produkte nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten. Gerade bei komplexen Mechatronik- und Elektronikprodukten ist es entscheidend, systematisch zu bewerten, in welchem Zustand sich zurückgeführte Produkte befinden und wie gut sie sich für Wiederverwendung, Reparatur oder Remanufacturing eignen. Ein zentraler Ansatzpunkt besteht darin, einen standardisierten und reproduzierbaren Befundungsprozess zu entwickeln, der unterschiedliche Zustandsbewertungen (z. B. optisch, elektrisch, mechanisch und sensorisch) integriert und eine konsistente Entscheidungsfindung ermöglicht. Auf dieser Basis können elektrische Antriebskomponenten zuverlässig klassifiziert, Wiederverwendungspotenziale identifiziert und fundierte Entscheidungen entlang von Circular Economy Strategien getroffen werden. Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, wie elektrische Antriebskomponenten von Festo mithilfe eines strukturierten Befundungsprozesses hinsichtlich ihres technischen Zustands und ihrer Eignung für Rückführungs und CE Strategien strukturiert analysiert werden können. Ziel ist die Entwicklung eines solchen reproduzierbaren Prozesses, der eine systematische Bewertung relevanter Merkmale erlaubt und übertragbar gestaltet ist Der entwickelte Prozess soll exemplarisch anhand eines prototypischen Befundungsszenarios validiert werden. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sind strategische Handlungsempfehlungen zur Skalierung und Übertragung des Befundungsprozesses auf weitere Produkte, Stückzahlen und Einsatzkontexte abzuleiten.
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