Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) verfolgt im Rahmen ihrer strategischen Planung die konsequente Weiterentwicklung ihrer profilbildenden Forschungsschwerpunkte Molekulare Zellbiologie, Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf-Medizin und Onkologie unter dem Dachthema „Metabolische Plastizität“, mit translationalen Ansätzen u. a. als Partnerstandort der Gesundheitsforschungszentren Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ). Die UMG ist auf dem Göttingen Campus eng vernetzt mit den natur- und biowissenschaftlichen Einrichtungen der Universität sowie den außeruniversitären Einrichtungen am Standort. Im Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG ist eine Universitätsprofessur Medizin und Gesellschaft (Bes. Gr. W2, auf Zeit tenure track) zum 01.04.2027 zu besetzen. Die Ernennung erfolgt zunächst für die Dauer von fünf Jahren. Die Überleitung in eine Lebenszeitprofessur (W2) ohne Ausschreibung erfolgt nach einer positiven Evaluation. Für die Position wird eine Forschungspersönlichkeit mit einem national und international sichtbaren wissenschaftlichen Profil gesucht, die die Interaktion zwischen Medizin, Gesellschaft und Politik inter- und transdisziplinar beforscht und lehrt. Die Professur soll den Forschungsschwerpunkten der Health Humanities und des Stakeholder-Involvement im deutschen Kontext durch innovative Ansätze Sichtbarkeit und Kontur verleihen und diese wissenschaftlich nachhaltig am Standort Göttingen verankern. Erwünscht sind Forschungsinteressen auch mit Bezug auf eine ethische Reflexion zur zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Rolle von neuen Medien für die Interaktion von Medizin, Gesellschaft und Politik. Erwartet wird eine Anschlussfähigkeit an die Forschungsschwerpunkte von der Universitätsmedizin Göttingen sowie der Georg-August-Universität Göttingen. Die Möglichkeit, aktiv an innovativen Forschungsprojekten und -verbünden mit einem Fokus auf Stakeholder-Involvement teilzunehmen, wie z. B. dem Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) oder dem Niedersächsischen Centrum für evidenzbasierte KI in der Medizin (CAIMED), macht diese Professur zu einer einmaligen Gelegenheit für engagierte Akademiker*innen. Die Bewerber*innen sollten über eine interdisziplinäre akademische Profilierung in den Geistes-, Sozial- oder Politikwissenschaften sowie der Medizinethik verfügen. In der Lehre wird ein Engagement in den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin und Molekulare Medizin erwartet. Ferner wird die Mitarbeit in einer der Ethikkommissionen der UMG erwartet. Die Bereitschaft zur Mitwirkung an der akademischen Selbstverwaltung, ein hohes Engagement in der Lehre und in der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses werden vorausgesetzt. Darüber hinaus werden eine positiv evaluierte Juniorprofessur bzw. Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, ein eigenständiges wissenschaftliches Profil mit entsprechender Publikationsleistung sowie pädagogische Eignung erwartet. Die weiteren Einstellungsvoraussetzungen für Professorinnen und Professoren ergeben sich aus § 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes in der zurzeit geltenden Fassung. Die UMG besitzt das Berufungsrecht. Bewerbungen von Wissenschaftler*innen aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht. Die UMG strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen webbasiert unter Website bis spätestens 17.05.2026 ein. Für weitere Auskünfte zu der ausgeschriebenen Professur wenden Sie sich an Frau Prof. Silke Schicktanz, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, unter silke.schicktanz@med.uni-goettingen.de. Für technische Fragen zum Berufungsportal stehen wir unter berufungsportal@med.uni-goettingen.de gerne zur Verfügung.