Im Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, und in der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM), Standort Gießen, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die
W3-Professur für Allgemeine Pädiatrie
unter Beachtung des § 67 Abs. 7 Hessisches Hochschulgesetz (HessHG) zu besetzen; es gelten die Einstellungsvoraussetzungen nach § 68 HessHG.
Mit der Professur ist die Leitung der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie verbunden.
Aufgaben:
Sie vertreten die Allgemeine Pädiatrie in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in voller Breite. Alle mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben in der Krankenversorgung werden seitens des UKGM geregelt.
Die Schwerpunkte der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie umfassen dabei insbesondere die Bereiche Neonatologie, Gastroenterologie, Endokrinologie mit Diabetologie und Rheumatologie. Mit Ihrer hohen international ausgewiesenen wissenschaftlichen und klinischen Expertise ergänzen Sie diese Schwerpunkte und entwickeln bereits vorhandene Strukturen aktiv, kooperativ und in interdisziplinärer Teamarbeit weiter.
Zusätzlich gehören zum Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin eigenständige Kliniken und Professuren für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und angeborene Herzfehler, Pädiatrische Neurologie, Muskelerkrankungen und Sozialpädiatrie sowie Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immundefekte. Zu Ihren Kernaufgaben gehört insofern auch die kompetente integrative Leitung der Klinik im Rahmen der genannten Schwerpunkte.
Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt im Bereich der Versorgung und Behandlung von Neu- bzw. Frühgeborenen und/oder einem anderen Schwerpunkt der Klinik und damit verbundenen Krankheitsbildern. Eine Anbindung an bestehende Verbundforschungsprojekte, insbesondere an das Exzellenzcluster „Cardio-Pulmonary Institute (CPI)“, das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), wird erwartet. Weiterhin wird Ihre Mitarbeit in bestehenden Forschungsverbünden (z. B. im Institut für Lungengesundheit (ILH) und im SFB 1213 „Pulmonale Hypertonie und Cor pulmonale“) erwartet. Sie engagieren sich eigeninitiativ in der Einwerbung neuer Forschungsprojekte und Verbundvorhaben und beteiligen sich an bereits bestehenden Vernetzungen. Dabei wird die Bereitschaft zur aktiven Gestaltung und Kooperation innerhalb des universitären Schwerpunktbereichs „Kardiopulmonales System“ sowie der Akzentbereiche des Fachbereichs Medizin „Translationale Onkologie“ und „Reparation und Regeneration“ ebenso erwartet wie die Mitarbeit im Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL), im strukturierten Promotionsprogramm (JLU TRAINEE) und im Clinician Scientist Programm (JLU CAREER).
Ihre Lehrverpflichtung umfasst insbesondere eine Beteiligung an den Vorlesungen im Fach Pädiatrie, die Seminarveranstaltungen zum Querschnittsfach Kinder- und Jugendmedizin F12 (GiCuPaed) sowie die Beteiligung am Schwerpunktcurriculum Pädiatrie.
Eine Integration von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung ist ausdrücklich erwünscht.
Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen eine Forschungsallianz gegründet (Forschungscampus Mittelhessen), in deren Rahmen die beiden Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte praktizieren. Von den Bewerberinnen/Bewerbern wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschul- und fachbereichsübergreifenden Kooperation und Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet. Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.
Voraussetzungen:
Vorausgesetzt werden neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Medizin die für die Erfüllung der Aufgaben gem. § 67 Abs. 1 HessHG erforderliche Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine herausragende Promotion nachgewiesen wird, sowie einschlägige zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (nachgewiesen z. B. durch eine Habilitation oder in Form international sichtbarer, fachspezifischer Publikationen in ausgewiesenen nationalen und internationalen Zeitschriften).
Sie verfügen zudem über eine international ausgewiesene Expertise im Bereich der Pädiatrie. Der Besitz der Anerkennung als Fachärztin bzw. Facharzt (m/w/d) für Kinder- und Jugendmedizin ist erforderlich. Zusätzlich erworbene Schwerpunktbezeichnungen entsprechend den Schwerpunkten der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie sind erwünscht. Leitungserfahrungen sind von Vorteil.
Darüber hinaus werden Erfahrungen in der Koordination wissenschaftlicher Projekte in interdisziplinären Netzwerken sowie Erfolge in der eigenständigen Einwerbung (und Leitung) von Drittmittelprojekten (vorzugsweise DFG, BMFTR, EU) vorausgesetzt.
Des Weiteren ist der Nachweis einer besonderen pädagogischen Eignung erforderlich, um das Fachgebiet Allgemeine Pädiatrie in der akademischen Lehre mit großem Engagement in seiner vollen Breite vertreten zu können.
Bei Überschreitung der grundsätzlichen Altersgrenze von 50 Jahren setzt die Begründung eines Beamtenverhältnisses gem. § 66 Abs. 3 Satz 2 und 3 HessHG i. V. m. § 11 Hessische Laufbahnverordnung (HLVO) ein besonderes dienstliches Interesse voraus.
Die JLU begrüßt qualifizierte Bewerbungen unabhängig von biologischem und sozialem Geschlecht (m/w/d), Behinderung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.