Die Stelle im Überblick
Möchten Sie lernen, komplexe Modelle zur Thrombose-Risikovorhersage zu entwickeln, indem Sie Erkenntnisse auf Zell-, Thrombus- und Organebene miteinander verknüpfen? Wollen Sie Teil eines renommierten MSCA-Doktorandennetzwerks sein, das die personalisierte Medizin durch modernste In-silico-, In-vitro-, und In-vivo-Technologien revolutioniert, um Thrombosen besser zu verstehen, vorherzusagen und zu behandeln?
Als Doktorandin bzw. Doktorand liegt Ihr erster Schwerpunkt auf der Etablierung eines robusten In-vitro-Ansatzes. Sie führen mikrofluidische Experimente mit patientenspezifischen Blutproben durch, um PFA-Tests (Platelet Function Analyzer) nachzubilden. Dies beinhaltet die Nutzung von Mikro-CT-Bildgebung, um die Thrombusbildung darzustellen.
Ein zweites Hauptziel ist die Entwicklung eines "Digitalen Zwillings" dieser Experimente. Sie passen numerische Modelle des Thrombuswachstums unter Verwendung fortgeschrittener Optimierungsstrategien an die experimentellen Daten an. Schließlich nutzen Sie diese personalisierten Parameter, um das Thromboserisiko in Herzunterstützungssystemen zu simulieren und zu bewerten.
Über das Forschungsprogramm
Das Doktorandennetzwerk "ThromboRisk – From cells to systems: Pioneering multi-level thrombosis risk prediction models" wird von der Europäischen Union (Förderkennzeichen 101227706) gefördert. Es umfasst zehn Universitäten: Eindhoven University of Technology (NL), University of Maastricht (NL), University of Amsterdam (NL), Katholische Universität Leuven (BE), Charité – Universitätsmedizin Berlin (DE), University College London (UK), Transilvania Universität Brașov (RO), SANO Centre for Computational Personalized Medicine (PL), University of Leeds (UK) und Universität Bern (CH). Die Charité betreut zwei Promotionsprojekte im Rahmen des Netzwerks.
Ziel des Projekts ThromboRisk ist die Entwicklung einer integrierten Plattform zur Verbesserung unseres Verständnisses von Thrombosen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Berücksichtigung verschiedener Skalen (Zelle, Thrombus, Organ) und Prozesse aus den Bereichen der Mechanobiologie, Biochemie, Pathophysiologie und computergestützte Modellierung. Jede Doktorandin bzw. jeder Doktorand trägt mit einem eigenen Forschungsschwerpunkt zu diesem Risikovorhersagesystem bei, indem spezifische Aspekte der Thrombusbildung, des Wachstums, der Ruptur und klinischer Auswirkungen adressiert werden. Diese praxisnahe Forschung wird durch wissenschaftliche Kurse und ein umfassendes Trainingsprogramm ergänzt.
Danach suchen wir
1. Sie sind kreativ, ambitioniert, engagiert und interessieren sich für die Arbeit in einem internationalen und interdisziplinären Umfeld
2. Sie besitzen einen MSc-Abschluss der Ingenieurwissenschaften, Informatik, oder einem verwandten Gebiet, oder werden diesen bis zum Zeitpunkt der Einstellung erworben haben
3. Sie verfügen über theoretische und praktische Kenntnisse in den Bereichen Strömungsmechanik, computergestützter Modellierung und biomedizinischer Technik, oder haben Interesse diese Kenntnisse zu erwerben
4. Sie haben Erfahrung mit experimentellen Methoden (z. B. Mikrofluidik, Mikroskopie oder Umgang mit biologischen Proben), oder sind motiviert, sich diese Methoden anzueignen
5. Sie verfügen über gute kommunikative Fähigkeiten und die Bereitschaft in einem Forschungsteam mitzuwirken
6. Sie beherrschen die englische Sprache sehr gut in Wort und Schrift (Niveau C1)
Das bringt die Charité mit
Eine sinnstiftende Tätigkeit in einem interdisziplinären Umfeld und einem internationalen Netzwerk. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist ein international renommiertes Universitätsklinikum mit einer langen Tradition. Zudem bieten wir Ihnen:
7. Eine dreijährige Vollzeitstelle in einem großen Forschungsinstitut mit etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen (Klinik, Ingenieurwesen, Informatik)
8. Das Bruttogehalt ergibt sich aus den länderspezifischen Fördersummen des MSCA Programms (ca. 4.000 € brutto/Monat)
9. Hochwertige Weiterbildungsangebote und weitere Unterstützung, um sich zu einer selbstständigen Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler zu entwickeln – sowohl über das Trainingsprogramm des ThromboRisk-Netzwerks als auch über die Ressourcen der Charité – Universitätsmedizin Berlin